Dokumentation: Techno auf dem Todesstreifen

arte hat vor einigen Wochen eine Dokumentation über die Entwicklung von elektronischer Tanzmusik im Zusammenhang mit dem Mauerfall 1989/1990 ausgestrahlt. Nun ist ja offizielles 25jähriges Jubiläum der Montagsdemos in Leipzig – also dem Kick-Off der friedlichen Revolution. Neben der Freiheit für die Menschen schaffte der Mauerfall den Raum für die Entwicklung einer Kultur, die eine Vereinigung von Ost und West schaffte, lange bevor das politisch besiegelt wurde.

Techno verstärkt das Freiheitsgefühl der Wendezeit und nirgends verdichtet sich das Gefühl grenzenloser Möglichkeiten stärker als in Berlin. Im schnellen Rhythmus des Techno verbindet der Film historisches Bildmaterial von Partys und Clubs mit den Erinnerungen von DJs wie Laurent Garnier, Tanith und Marc Redder, Clubbetreibern wie Dimitri Hegemann und Johnnie Stieler, Partygängern und Künstlern. Sie erzählen von der anarchischen Frühphase der Berliner Technoszene und vom Zusammenwachsen Ost-West. Techno ist nicht nur der Soundtrack der Wende, er ist auch der Antrieb für die erste gesamtdeutsche Jugendbewegung.




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