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Das G20-Wochenende in Hamburg

Meine Zusammenfassung der letzten 4 Tage in Hamburg: vom Versuch es wissen wollen - aber nicht zu zu können.

Das war der Gipfel. Nicht nur der G20, sondern auch die Begleiterscheinungen. Ich war für die Veranstaltung in Hamburg und bin es auch heute noch. Dennoch: da ging einiges daneben.

Eigentlich wollte ich hier ein knackiges Fazit mit meiner Meinung und Überzeugung schreiben. Mache ich aber nicht. Kann ich nämlich gar nicht. Mein Wunsch, mich heute auf irgendeine Seite (mit deutlicher Ausnahme der autonomen Feiglinge) stellen zu können, hat sich nicht erfüllt. Ich bin nicht in der Lage, mit den mir zur Verfügung stehenden, oberflächlichen Informationen („Ich war vor Ort.“, „Die haben angefangen.“, „Sah man doch im Stream.“) meine Meinung zu bilden. Der gesamte Sachverhalt ist so komplex, umfasst viele Akteure, Gesetze, interne Informationen und Strategien. Was aber feststeht: Vandalismus und Feigheit verurteile ich aufs Schärfste.

Eins aber nehme nehme ich für mich aus dem Wochenende mit:

„Ich weiß es doch auch nicht!“.

Es fühlt sich richtig an, sich einzugestehen und auszusprechen, dass ich´s eben (noch) nicht weiß.

Hier mal ein Beitrag von Reuters, wie Flüchtlinge das Wochenende erlebt haben.

8 Kommentare zu “Das G20-Wochenende in Hamburg

  1. Melanie Sommer

    Gut auf den Punkt gebracht!

  2. Djure Meinen

    Wobei ich finde, dass das Ausgangspunkt dieses – jedes – Diskurses sein sollte. Den man dann trotzdem führt.

  3. Ralf Hendel

    Hallo Henning,
    mit dem Nicht-Wissen geht es genau wie dir. Ich denke, wir sollten nun Fragen stellen und die Dinge aufarbeiten und bedachtsam urteilen zu können. Unter https://www.facebook.com/ralf.hendel/posts/1783589105000910 habe ich mir meine Fragen von der Seele geschrieben.

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